Das Format eines BarCamps ist nicht auf Anhieb gut zu verstehen. Für manche ist es auch erstmal verwirrend: 

Ich kann bestimmen, was gemacht wird?!

Genauso!

Ein BarCamp beginnt damit, dass alle Teilnehmenden zusammenkommen und sich kurz vorstellen. Nach einer möglichst kurzen Inforunde von den Organisator*innen geht es in der Regel gleich zur Sache – Sessionplanung. In der Regel heißt, dass es nicht bei jedem BarCamp gleich abläuft, aber ungefähr so.

Früher oder später kommt es aber zur Sessionplanung und das bedeutet, dass alle Teilnehmenden des BarCamps zusammen den Inhalt des ersten Tages des BarCamps planen. Dafür gibt es vorher schon eine Struktur. Das Grundgerüst eines Tagesablaufs (Tagesbeginn, Pausen und Tagesabschluss) stehen fest. Dieses Grundgerüst findest du hier: https://barcamptools.eu/jpc20/events 

Darin liegen die Session-Zeitfenster oder auch Sessionslots genannt. Was dort passiert, bestimmst du. 

Aber wie und was ist überhaupt eine Session?

Das Wort Session oder Sitzung hat mehrere Bedeutungen. Musiker*innen improvisieren zusammen in einer Probe-Session. Wissenschaftler*innen diskutieren über Forschungsergebnisse in einer Oral-Session. 

Eine BarCamp-Session liegt irgendwo dazwischen. Beim JPC ist eine Session ein Zeitfenster, das eine Person mit einem Thema füllt. Diese Person kann dann einen Vortrag über dieses Thema halten, weil sie sich besonders gut damit auskennt. Sie kann sich aber auch von anderen Menschen in dieser Session über dieses Thema unterrichten lassen, weil sie mehr über das Thema lernen will. Diese Person kann zusammen mit den Anderen auch etwas ganz Neues ausprobieren, wovon niemand so richtig Ahnung hat. Für die Gestaltung von so einer Session gibt es ein paar Regeln, die du hier findest: https://jugendpolit.camp/session-etikette/ 

Wenn du jetzt schon eine Idee hast, was du in so einer Session machen möchtest, brauchst du nur zur Sessionplanung erscheinen, dich in die Schlange der Sessiongebenden stellen, dein Thema vorstellen, sagen ob du viel oder wenig weißt, ob du etwas erzählen oder lieber mehr zuhören möchtest und ob du etwas für die Umsetzung deiner Session brauchst. Damit sind vor allem technische Hilfsmittel gemeint, wie z.B. einen Beamer. Es kann aber auch sein, dass die Menschen, die in deine Session kommen sollen Spezialwissen haben müssen, z.B. Programmiersprache, etc. Es ist wichtig, dass du den Anderen mit möglichst wenigen Worten möglichst gut erklärst, was in deiner Session passieren soll. Dann wird die Person, die die Sessionplanung moderiert bei den Anderen nachfragen, wer Interesse an deiner Session hat und entsprechend der Anzahl der Meldungen einen Sessionraum für dich aussuchen. Diese Räume liegen in dem Gebäude, in dem das BarCamp stattfindet.

Aber, Moment mal! Wir dürfen uns dieses Jahr nicht persönlich treffen!

Richtig. Beim JPC 2020 wird es kein Gebäude und auch keine Schlange von Sessiongebenden geben, denn wir treffen uns ausschließlich im Internet. Das bedeutet, dass wir uns in Videokonferenzen und in Chats treffen und dass du deine Sessionidee schon vorher hier reinschreiben kannst: https://barcamptools.eu/jpc20/sessions

Dort werden sich auch schon mal Menschen melden, die deine Sessionidee interessant finden. Du kannst aber auch bei der Sessionplanung am Morgen selber noch Ideen einbringen, kein Problem!

Achtung: Es kann sein, dass sich gerade niemand für das interessiert, was du interessant findest. Das ist okay und hat nichts mit dir zu tun. Unser Tipp: Biete deine Session einfach am nächsten Tag noch mal an, oder überlege dir noch ein anderes Thema.

Eine Grundregel bei einem BarCamp lautet: Es gibt keine Zuschauer*innen, es gibt nur Teilnehmende. Und weil diese Teilnehmenden dann nicht nur nehmen, sondern auch geben, werden sie auch Teilgebende genannt. Also, auf einem BarCamp gibt es nur Teilgebende.

Nutze das für dich, biete eine Session an und hab keine Angst, dich zu blamieren. BarCamps sind dafür da, Dinge zum ersten Mal auszuprobieren. Alle wissen das und niemand wird sich über dich lustig machen. Falls doch, bekommst du auf jeden Fall Hilfe und Unterstützung. Von anderen Teilgebenden und vom Orga-Team.

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